Medizinisch klinische Hypnose
(nach Milton Erickson, MEI)

Die „Hypnose“ ist ein sehr altes und zugleich modernes Heilverfahren.
Sie verbindet Körper und Seele, wie keine andere Therapieform.
Die historischen Anfänge der Hypnose weisen sie als rituelles Heilverfahren aus, das sich ganzheitlich-psychosomatisch mit verschiedensten körperlichen oder seelischen
Beschwerden befaßt.
Vom Ziel her gibt es gewisse Gemeinsamkeiten zu den verschiedenen Formen von Heilungsritualen und Heilungstraditionen anderer Kulturen (Asien: meditativ, Afrika: ekstatisch)
wie sie u. a. auch im Schamanismus praktiziert werden.
Suggestive Praktiken dienten dem Menschen vor 500.000 Jahren zur Bewältigung der Urangst.
Asiatische Versenkungsmethoden durch Autosuggestion, werden seit etwa 3.500 Jahren ausgeübt, wie beispielweise Yoga. Verbunden mit Atemübungen und Mediation dienen sie
„der Mitte“ und der „inneren Einkehr“.
„Hypnose“ als Zustand, besser formuliert die „hypnotische Trance“, ist eine nach innen ausgerichtete hohe „Aufmerksamkeitsfokussierung“.
Zum Unterschied angesprochener Trancerituale wie „Zen Meditation“ oder „schamanischen Reisen“, wird in der modernen „therapeutischen“ Hypnose auf kontrollierte Weise
und methodisch ein Zustand erreicht, der sich durch Konzentration, reduzierte Kommunikation und eingeschränkte Wahrnehmung des Umfeldes auszeichnet, vor allem durch mögliche
Dissoziation (Abkoppelung, - zu sich auf Distanz gehen, - sich wie in einem Film sehen…) der Körperwahrnehmung(en).
Trance ist ein aktiver Prozess „unbewußten Lernens“.
Es wird weniger durch rationale Einsicht verändert, als vor allem durch „sinnliche Erfahrung“.
Die Hypnotherapie ist durch Aktivierung und Veränderung innerer Erfahrungen sehr effektiv und wirkungsvoll, um vorhandene Lösungsressourcen zu fokussieren.
Was bewirkt Hypnose
Lösungsförderliche Trancen führen zu flexibler, kreativer, zieldienlicher und lebendiger Fokussierung, zu gewünschten Prozessen, bzw. zu Wohlbefinden und Kompetenzerleben.
Eine Lösungsorientierte Trance eröffnet dem Klienten subjektives Erleben von Wahlmöglichkeiten und Schöpfung aus einem reichhaltigen innerlichen Ressourcenpool (Potentiale).
Der Klient selbst arbeitet in der Trance hochfokussiert an einer oder mehreren Lösungen, um bestimmte Ziele zu erreichen.
Die Hypnotherapie kann daher als ein Ritual angesehen werden, um unspezifische Wirkfaktoren und Selbstheilkräfte zu mobilisieren.
„Hypnose“ ist daher ein äußerst effektives „Heilverfahren“.
Meine Philosophie
Jeder Mensch ist einzigartig.
Ich begegne dem Menschen in seinem Weltbild und begleite ihn wie ein Reiseleiter auf einer Reise.
Ich biete Entwürfe und nachhaltige Konzepte zur Unterstützung der autonomen Gestaltungs- und Lösungsfähigkeit, sowie Selbstmanagement und Selbsthilfe an.
Ein entsprechender Rahmen steht zur Verfügung, in dem Entwicklung und Veränderung möglich werden.
Die Reisevorbereitungen sind sozusagen gemacht.
Kennenlernen, Gespräch, Aufklärung
Ein persönliches Gespräch und Aufklärung über den Ablauf, die Wirkung und das Ziel einer Hypnose(sitzung) soll die Kommunikation und das Vertrauen zwischen Klient
und „Begleiter“ fördern.
Ebenso förderlich sollen zu Beginn „entspannte, wohltuende Reisen nach innen“ sein, um Fantasie, Vorstellungskraft und Konzentrationsfähigkeit zu unterstützen und
die Wahrnehmung innerer Erlebnisse zu verstärken.
Diese inneren Vorstellungsbilder werden zu Veränderungen genutzt.
Der Klient trägt in der Trance aktiv und aufmerksam (nicht willenlos) dazu bei,
und muß selbstverständlich nie etwas tun, das seinen Werten oder Moralvorstellungen widersprechen würde.
Anwendung der medizinisch klinischen Hypnose
Indikationen für medizinisch klinische Hypnose (Beispiele in Alphabetreihung)
- Angst - Phobie
- Asthma
- Burn Out
- Depressionen
- Geburten und Geburtsvorbereitung
- Operationen und Operationsvorbereitung oder Untersuchungen, begleitend in der Krebstherapie
- psychosomatische Störungen
- posttraumatische Störungen
- Schmerz (organisch, psychogen)
- Sexualität
- Sexuelle Störungen
- Süchte und Abhängigkeiten
- Traumatisierungen (Gewalt- und Mißbrauchserfahrungen)
sowie Mono-Traumata (Unfälle, Überfälle etc.)
- Zahnbehandlung (Angst, Schmerz)
- Zwang
Hypnotherapeutische Strategien
bei
- Lampenfieber, Prüfungsangst und psychogenem Stimmversagen
- Höhenangst, Flugangst, Burn Out, Mobbing...
Zahnärztliche Betreuung durch Hypnose
- Betreuung vor, während und nach dem Zahnarzt
Angst vor Eingriffen, Spritzenangst, Stressabbau...
akute und chronische Schmerzen, Langzeitbehandlung, Würgereiz, Knirschen
- Seminare & Beratung für ZahnarztassistenInnen (einzeln oder in Gruppen)
zur Unterstützung und Erleichterung einer zahnärztlichen Behandlung.
(Einführung in Pacing & Leading, Sprache nach Milton Erickson, und Umgang mit Angstpatienten)
Anwendungen bei Kindern
Mit „Geschichten“ und „therapeutischem Zaubern“.
Durch die Zauberkunst wird ein anderer, vergnüglicher Zugang zu Kindern geebnet, um „Wunder“ geschehen zu lassen.
- Unsicherheit
- Aufmerksamkeits-, Verhaltensstörungen und Hyperkinesien bei Kindern
- Wahrnehmung, Fokussierung
- Stottern
- Einschlafschwierigkeiten bei Kindern
- Schulangst, Lernschwierigkeiten, Schulstress
- Bettnässen, Albträume
- Esstörungen
Erlernen von autosuggestiven Techniken
- u.a. für Tinnitus, chronischen Schmerzen, Geburten, Geburtsvorbereitung
- Entspannung, Verbesserung der Atmung, Atempädagogik
- Körperwahrnehmung, Körperschema
- Vorstellungskraft, Fantasie, Konzentration...
Kunden: Erwachsene, Jugendliche, Kinder, Paare, Gruppen.
Die Löwengeschichte
Es war einmal ein Löwe, der in einer Wüste lebte, die ständig vom Wind durchweht war.
Deshalb war das Wasser in den Wasserlöchern, aus denen er normalerweise trank, niemals ruhig und glatt.
Der Wind kräuselte die Oberfläche und nichts spiegelte sich im Wasser.
Eines Tages wanderte der Löwe in einen Wald, wo er jagte und in der Gegend umherstreifte, bis er sich ziemlich müde und durstig fühlte.
Auf der Suche nach Wasser gelangte er in die Nähe eines Teiches.
Nachdem Löwen, wie auch andere Wildtiere, Wasser riechen können, zog es ihn
dorthin und er roch angenehm, kühles Wasser und sah, dass der Teich ganz ruhig vor ihm lag.
Ganz anders als wie er gewohnt war.
Er näherte sich ihm und plötzlich sah er sein eigenes Spiegelbild.
Er erschrak und dachte, es sei ein anderer Löwe.
„Oh je“, sagte er zu sich, „das Wasser gehört wohl einem anderen Löwen, ich sollte vorsichtiger sein!“
Er zog sich zurück, aber der Durst trieb ihn zum Wasser und abermals sah er den Kopf eines furchterregenden Löwen, der ihn von der Wasseroberfläche anstarrt.
Wieder erschrak er und haute ab.
Wieder schlich er vor lauter Durstigkeit ans Wasser und er hoffte mit ungeheurem Lärm und weitaufgerissenem Maul den „anderen Löwen“ zu verjagen.
Als er gerade furchterregend das Maul aufriß und seine Zähne fletschte, riß jedoch der andere Löwe auch sein Maul auf und bei diesem gefährlichen Anblick
erschrak unserer Löwe noch mehr... und zog sich zurück.
Er probierte es mehrmals, aber immer wieder passierte das Gleiche.
Nachdem einige Zeit vergangen war, wurde er aber so durstig und verzweifelt, sodaß er zu sich sagte:
„Löwe hin, Löwe her, ich werde jetzt von diesem Wasser trinken, was immer auch geschehen mag!“
Der Löwe schlich sich zum Wasser, tauchte sein Gesicht ins Wasser...
und da war auch schon der „andere Löwe“ verschwunden.
Milton Erickson Institut in Innsbruck und Salzburg, MEI